Pak Choi, Zucchini, Bitterorange
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- 17. Dezember 2011
Pak Choi
Brassica rapa chinensis Syn. Brassica campestris chinensis ist ein naher Verwandter des Chinakohls und wird bei uns auch Senfkohl genannt. Das verdankt er, wen wundert’s, den Senfölen, die auf den menschlichen Organismus keimtötende, antibiotische und reinigende Wirkungen haben. Im Geschmack ist er dem Chinakohl und dem Mangold ähnlich, lässt sich roh oder gekocht verspeisen und blickt im Übrigen auf eine lange Tradition zurück. Dabei wird er erst seit relativ kurzer Zeit in Europa kultiviert: wenn schon die Chinesen uns alles nachmachen – abkupfern können wir auch, sagten sich die Niederländer und begannen vor etwa zehn Jahren, Pak Choi in großem Maßstab anzubauen. Und genau von dort beziehen wir das schmackhafte Gemüse aus Demeter – Erzeugung.
Zucchini
Haben Sie schon mal „kesäkurpitsa“ probiert? Natürlich, handelt es sich doch um den finnischen Namen der allseits bekannten und beliebten Zucchini. Die Kinderstube der Kürbisfrucht liegt in den wärmeren Gegenden Amerikas, der Karibik und Mittelamerikas. Wie so viele andere Gemüsesorten wurde sie von den Conquistadores des späten 15. und des 16.Jahrhunderts nach Europa geholt und gedeiht seit dieser Zeit auch ganz prima bei uns. Na, ja, jedenfalls, wenn es die Witterung zulässt, was momentan nicht unbedingt der Fall ist. Neben den bekannten grünen Zucchini gibt es auch gelbe, cremeweiße, gestreifte und getupfte. Die Zucchini ist gesund, zum Beweis die wichtigsten Inhaltsstoffe: - Kohlenhydrate (2,3 g), Eiweiß (1,9 g), Mineralstoffe wie Kalzium (25 mg) und Phosphor (29 mg), Eisen (1,0 mg) und Vitamine: Vitamin C (17,0 mg), Carotin (0,2 mg), Vitamin B1 (0,2 mg), Vitamin B2 (0,1mg), Niacin 0,4mg). Niacin gehört ebenfalls zu den Vitaminen der B-Gruppe und ist im Kochtopf besonders widerstandsfähig. Das ist auch gut so, gewährleistet es doch gute Herzfunktionen
und ein gesundes Nervensystem – zumindest kann von einer entscheidenden Beteiligung daran die Rede sein. Viele Kleingärtner legen besonderen Wert darauf, dass ihre Zucchini besonders groß und schwer (5 kg und mehr sollen keine Seltenheit sein) werden. Solche Früchte sind aber der kulinarische Super -GAU. Wirklich genießbar sind nur die jungen, bis zu 20 cm langen Früchte. Übrigens gelten auch die männlichen Blüten als Delikatesse. Zur Zeit bieten wir Zucchini aus Marokko an.
Die Bitterorange
Der gemeine Wissenschaftler nennt sie Citrus aurantium. Ihr eigentlicher Name ist jedoch „Pomeranze“, was wohl in der Vergangenheit zu Irritationen führte, denn auch die Spitze eines Billard-Queues wird so genannt. Es ist nicht bekannt, ob es darob zu einer Zweckentfremdung von Früchten kam, doch ist es nicht wirklich anzunehmen. Vielmehr wäre es denkbar, dass findige Billard-Enthusiasten ihrem damals noch unbewehrten Queue ein Stück der Pomeranzenschale auf die Spitze setzten, um die Stoßeigenschaften des Sportgerätes zu optimieren. Unser Thema soll jedoch die Frucht sein, die bereits im Mittelalter den Weg von Indien nach Europa fand und im Laufe der Zeit ihren Namen in „Bitterorange“ änderte. Sie ist ein wenig kleiner als die richtige Orange, die Schale dicker und rauher und vor allem ist sie bitter. Rau und bitter – für unsere britischen Freunde genau die richtigen Voraussetzungen, eine Leckerei entstehen zu lassen, die sie ganz einfach „Marmelade“ nannten. Während in Deutschland diese Bezeichnung als Oberbegriff für beinahe alles, was matschig, klebrig und süß ist, übernommen wurde, steht sie bei den Briten weiterhin ausschließlich der Fruchtzubereitung aus der Bitterorange zu. Woanders schätzte man ihre Eignung als Grundlage für Hochprozentiges wie Curacao oder Cointreau, Klassikern der ultimativen Zellveränderer, allerdings dienen bei diesen die Schalen der Frucht als Mittel zum Zweck. Wir bieten Bitterorangen aus spanischer Erzeugung an.
